VALTENESI UND DER GARDASEE

Seit der Vorgeschichte wurde das Gebiet am Gardasee von dem Menschen und dem Weinanbau gekennzeichnet.
Auf den Moränenhügeln des Gardasees fand man den ältesten, von Menschen erschaffenen Pflug, der von den gleichen Menschen hergestellt wurde, die fünftausend Jahre vor Christus wilde Reben und wahrscheinlich auch Wein schon kannten. Es waren jedoch die Etrusker, im V Jahrhundert v.Chr., die im Gebiet um Brescia den Anbau der „gezähmten“ Reben – vitis vinifera sativa – einführten und die wilde Sorte – vitis vinifera sylvestris – verdrängten. Den Etruskern verdankt der Gardasee auch einen seiner beiden Namen, welcher großen Einfluss auf unser Gebiet hat. Benaco, in der Tat, entstammt dem Wort Beni-Aco, d.h. die Kinder von Aco, einem etruskischen Prinz.

Am lombardischen Ufer des Gardasees, im Bereich der mittleren westlichen moränischen halbkreisförmigen Landschaft, in der Gegend zwischen Desenzano und Salò, beginnt das Valtenesi-Tal, das aus sich aneinanderreihenden, kreisförmig gelegten Hügeln mit lieblichen Terrassenstrukturen besteht, die sich bis zum Gardasee sanft abstufen. Das Valtenesi ist ein einzigartiges Weinanbaugebiet, in dem Weinreben Olivenbäumen, Wälder und Wildkräuter seit jeher nebeneinander wachsen.

Das Gebiet findet seine Ursprung in der Eiszeit, das Klima ist gemäßigt und sanft und dank des naheliegenden Gardasees sind auch in den Wintermonaten die Temperaturen sehr mild.
Die Reben können somit unbeschwert wachsen, bevorzugt durch das besonders milde Mikroklima, durch die sand- und lehmhaltigen Moränenböden, die aus dem Rückzug der Gletscher entstanden, und durch die ausgezeichnete Lage des Großteils der Grundstücke.
Seit 1929 ist die Cantine Scolari im Herzen dieses Landes angesiedelt, in der Gemeinde Raffa di Puegnago.